Mohnsoufflé mit Marillen

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Mohn & Marillen. Eine wahrlich göttliche Kombination

Veröffentlicht am 10. August 2015 von Roman

Für die Soufflémasse benötigt man:
100gr gemahlenen Mohn
1/8 l Milch
4 Eigelb
120gr Zucker
1 gestrichener Teelöffel Zimt
25gr Speisestärke
3 Eiweiß

Außerdem noch:
400gr Marillen
50gr Marzipanrohmasse
zerlassene Butter und Zucker für die Form
Staubzucker zum Bestreuen

Und so geht's:
Den Mohn mit der Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Anschließend vom Herd nehmen und zugedeckt quellen und dabei auskühlen lassen. Dafür sollte man mit circa 30 Minuten rechnen. Zeit genug, damit man in der Zwischenzeit die Marillen enthäuten kann. Dazu diese für 10-15 Sekunden in kochendes Wasser tauchen, kalt abschrecken und dann die Haut einfach abziehen. Halbieren und entkernen. Butter weich werden lassen und damit eine feuerfeste Auflaufform dick ausstreichen und anschließend mit Kristallzucker (statt Brösel) ausstreuen.

Für die Soufflémasse die Eigelb mit dem einem Drittel vom Zucker sehr schaumig schlagen. Die abgekühlte Mohnmasse unterrühren. In einer anderen Schüssel die Eiweiß (den Schneebesen gut reinigen, da das Eiweiß sonst nicht steif genug wird) mit dem Rest vom Zucker mit einem Rührgerät zu einem Eischnee schlagen. Den Zimt mit der Stärke vermengen. Und nun jeweils immer einen guten Schöpfer Eischnee auf die Masse geben, mit der Zimt-Stärkemischung lose bestreuen und mit dem Schneebesen vorsichtig unterheben. Dies sooft wiederholen, bis eine lockere flaumige Masse entstanden ist. (Achtung: weniger ist mehr. Die Masse soll zwar homogen sein, aber es braucht nur wenige Rührbewegungen, damit alles gut miteinander vermengt ist. Es ist beim Soufflé besonders wichtig, dass die Masse schön fest bleibt und genügend Luft in ihr drin ist, die durch zuviel rühren dann entweichen würde!)

Die Marillen auf den Boden der ausgebutterten und ausgesickerten Form legen und kleine Marzipanwürfel darüber streuen. Anschließend die Teigmasse darüber verteilen und im vorgeheizten Rohr bei 160°C 40 Minuten lang backen. Das Rohr dabei auf keinen Fall zwischendurch öffnen! Mit Staubzucker bestreuen und dann sofort heiß servieren.

Der Mohnanbau hat insbesondere im östlichen Europa Tradition. Im Frühling erfreuen so manche Felder mit ihrer blau-violetten Blüten das Auge. Die Kapseln enthalten eine große Anzahl an blaugrauen, winzigen Samen. In den ehemaligen k.u.k-Regionen heißen die Aprikosen Marillen und sind eine typische Frucht dieser Gegenden. Was die Kombination von beiden perfekt macht.

Die Marillen haben wir für circa 3 Stunden in reichlich Marillenschnaps (dafür haben wir einen Bailoni aus der Wachau genommen) mariniert. Dazu außerdem noch etwas Zitronensaft, damit die Marillen nicht braun werden.

Der Mohn sollte Frisch sein, da er sonst rasch ranzig wird. Kurz mit der Milch zum Kochen bringen und dann zugedeckt auskühlen und ausquellen lassen.

Die Masse muss für ein Soufflé besonders luftig sein. Also die Eigelbe schön schaumig rühren (werden ganz hellgelb) und den Rest dann mit möglichst wenigen Rührbewegungen zu einer locker fluffigen Masse verarbeiten. Unbedingt Schneebesen dafür verwenden!

Wir haben unser Soufflé diesmal im Gasgrill gemacht. Dazu ist aber eine konstante Temperatur von 160°C notwendig. Und weil man dazwischen auf keinen Fall die Klappe öffnen darf, ist es ein wenig eine Überraschung, ob das Soufflé (sind ja kleine Divas) dann auch schön aufgegangen und stehen geblieben ist. Das hat bei uns so halbwegs funktioniert.

Durch die flüssigen Marillen und das Marzipan am Boden ergibt sich eine schöne Kombination aus durchgebackenem leichten Mohnsoufflé und einer saftigen süß-säuerlichen Fruchtbasis. Unbedingt gleich warm und frisch auf den Tisch stellen. Es ist ja ein Soufflé und kein Kuchen. Gutes Gelingen!

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